hochzeitsgesellschaft, enthirnt in friedhofsgängen

ein mittwochabend, oder? ist schon donnerstag?
der erste kaffee. alles läuft anders, irgendwie. neuerdings.
no way out.
worte müden sich ins aussen...zerfleddert liegt graugelbe hirnmasse auf dem friedhof, in den gängen zwischen den gräbern, als hätte man eine ganze hochzeitsgesellschaft enthirnt. die friedhofsbesucher pflanzen tulpenzwiebeln darin:
vergeblich, vergeblich, denn bis zum frühling wird hier die eiszeit ausgebrochen sein.
ein kind, das mit seiner oma zu besuch beim toten grossvater ist, dieses kind sieht die graue masse und verwechselt es mit eis. eislaufenf!, ruft jenes kind, und die anderen friedhofsbesucher erklären dem kind, dass dies nun kein eis sei, sondern

bester nährboden für frühlingsblumen.
bester nährboden für frühlingsblumen.

vielleicht kann der junge bis in den frühling sehn: riecht schon die drohende eiszeit.
vielleicht.
ich frage mich nicht mehr, warum.
ich habe aufgehört: mit dieser elenden fragerei.
ich warte einfach den frühling ab.

ein mittwochabend, worte sind mittlerweile
endgültig müde, die nacht ist nah:
zeit nun, endlich aufzustehn.